
Um Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt, Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt im digitalen Raum zu schützen, sind tragfähige Schutzkonzepte und eine starke, präventiv ausgerichtete Schulkultur notwendig.
20.02.2026
Mecklenburg-Vorpommern
Pressemeldung
Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern
Social Media, Online-Spiele und Messenger Chats gehören für Kinder und Jugendliche heute zum Alltag – persönliche Treffen mit Freundinnen und Freunden werden nicht selten durch digitale Begegnungen ersetzt. Junge Menschen stehen täglich im Spannungsfeld zwischen intensiver Mediennutzung und realer Lebenswelt. Darüber sprechen Expertinnen, Experten, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von Schulen und der Jugendhilfe bei der Kinder- und Jugendmedienschutztagung Mecklenburg-Vorpommern am 24. Februar 2024 an der Universität Greifswald.
Tom Scheidung, Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern: „Schulen sind Orte des Lernens, des Miteinanders und des Vertrauens.
Dr. Christian Frenzel, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern: „Schutzkonzepte sind ein zentrales Instrument der Gewaltprävention – in der Schule ebenso wie im digitalen Raum. Der wirksame Schutz von Kindern und Jugendlichen gelingt nur im engen Zusammenspiel von Bildung, Prävention und Sicherheitsbehörden. Die Fachtagung schafft somit einen wichtigen Rahmen, um diejenigen zu vernetzen, die Verantwortung zu tragen und mit ihnen gemeinsame Lösungen zu entwickeln.“
Prof. Dr. Ines Sura-Rosenstock, Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienbildung, Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Greifswald: „Schutzkonzepte entfalten ihre Wirkung dort, wo Schule als gemeinsamer Schutz- und Entwicklungsraum verstanden wird zu fördern.“
Die Fachtagung mit dem Titel „Analog. Digital. Sicher. Schutzkonzepte für eine starke Schulkultur“ ist eine Kooperationsveranstaltung des Innenministeriums mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung, dem Landeskriminalamt, der Universität Greifswald und dem Medienpädagogischen Zentrum des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung. Im Fokus stehen die Prävention sexualisierter Gewalt, die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Schutzprozessen sowie die Handlungssicherheit bei Verdachtsfällen.
In Gesprächsforen, Fachvorträgen und praxisnahen Workshops beleuchten Expertinnen und Experten aus Bildung, Psychologie, Wissenschaft, Polizei, Justiz sowie der Kinder- und Jugendhilfe konkrete Handlungsmöglichkeiten. Impulse geben unter anderem Prof. Dr. Simone Pülschen und Dr. Elisabeth Quendler-Adamo.
Maßnahmen des Landes gegen Gewalt
Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen zur Stärkung des Kinderschutzes und der Gewaltprävention an Schulen auf den Weg gebracht. Das Bildungsministerium hat mit dem neuen Anti-Gewalt-Konzept und der landesweiten Aufklärungskampagne zu den Themen psychische Belastungen und sexualisierte Gewalt, den Kinderschutz und die Gewaltprävention an unseren Schulen zusätzlich gestärkt.
Zugleich setzt das Land auf die kontinuierliche Sensibilisierung und Qualifizierung von Lehrkräften, damit sie handlungssicher werden. Das Medienpädagogische Zentrum bietet hierzu Fortbildungen im Bereich der Medienbildung, Digitalisierung und Prävention in unterschiedlichen Veranstaltungen an. Auch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Innenressort, insbesondere im und mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung, trägt dazu bei, Schutzräume zu schaffen – in der Schule, im digitalen Raum und im gesellschaftlichen Umfeld.
Weitere Informationen: www.bildung-mv.de/kjms
