NRW: Unterrichtsmaterialien gegen Judenhass

Das Schulministerium NRW und die Jüdische Gemeinde geben Lehrkräften mit dem Informationspaket AMUDIM Sicherheit beim Umgang mit verschiedenen Formen des Antisemitismus. Ministerin Feller: Wir helfen unseren Lehrkräften, Antisemitismus zu erkennen und entschieden zu handeln.


25.02.2026

Nordrhein-Westfalen

Pressemeldung

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen


  • © Adobe Stock

    Auch welche Codes und Symbole völkischen Antisemitismus verraten, zeigt das AMUDIM-Material.

zu finden.

Weiterer Hintergrund

AMUDIM ergänzt die zahlreichen Maßnahmen zur Antisemitismusprävention, die das Schulministerium in den vergangenen Jahren bereits übernommen hat.

  • Um auf die zunehmende Zahl antisemitischer Vorfälle insbesondere nach dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel im Oktober des Jahres 2023 zu reagieren, wies das Ministerium die Schulen in Nordrhein-Westfalen bereits in den anschließenden Herbstferien auf Beratungsstellen und Unterrichtsmaterialien zum Umgang mit dem Nahostkonflikt und Antisemitismus hin. Schrittweise wurde das Angebot seither zum Beispiel mit Unterrichtsmaterialien, Informationsangeboten, Webinaren und Projekten zum Jüdischen Leben, Umgang mit Konflikten in der Schule und zum Antisemitismus erweitert. Die Angebote werden bedarfsgerecht weiterentwickelt.
  • Ich bin neu aufgelegt Notfallordner „Hinsehen und Handeln“ Wichtige Hinweise im Umgang mit Antisemitismus finden Sie außerdem unter den Schlagwörtern „Extremismus/Verfassungsfeindliche Äußerungen“.
  • Wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Schulen sind die 108 „Fachkräfte für Systemische Extremismusprävention“ („SystEx“), die mit erfahrenen Beratungslehrkräften oder sozialpädagogischen Fachkräften besetzt wurden. Deren Aufgabe ist es, bei Fragen zur Prävention von Radikalisierung, Extremismus und Gewalt die Schulen zu unterstützen.
  • Die SABRA unterstützt Schulen beim Umgang mit Antisemitismus. Sie bietet neben einer systemischen Beratung von Schulen etwa den virtuellen Methodenkoffer MALMAD gegen Antisemitismus an, der Hintergrundinformationen, Methodenanleitungen, landesweite Ausflugsziele und mehr für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit enthält.
  • Im Bildungsportal gibt es ausführliche und umfangreiche Hinweise zur Prävention und Materialien zur antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Die Seite enthält darüber hinaus Handreichungen der Bezirksregierungen mit Kurzbeschreibungen von Erscheinungsformen des Antisemitismus, Hilfestellungen im Umgang mit antisemitischen Vorfällen an Schulen und Verweise auf empfohlene Unterrichtsmaterialien der Kultusministerkonferenz und des Zentralrats der Juden.

In Nordrhein-Westfalen bestehen darüber hinaus im Umgang mit antisemitischen Vorfällen an Schulen weitere rechtliche Regelungen. Der gemeinsames Runderlass des Ministeriums des Innern, des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, des Ministeriums für Schule und Bildung und des Ministeriums der Justiz vom 19. November 2019 gibt vor, bei jedem Einzelfall zu prüfen, ob pädagogische, erzieherische oder schulpsychologische Unterstützungsmaßnahmen ausreichen oder Ordnungsmaßnahmen angezeigt sind. Zu prüfen ist immer auch, ob wegen der Schwere der Tat eine Benachrichtigung der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erforderlich ist.



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