Kompetenzen zum Übergang in die Grundschule

In Berlin wurde in der vergangenen Woche das Projekt „Übergänge gemeinsam gestalten“ gestartet. Ziel ist es, Kindern den Wechsel von der Kita in die Grundschule zu erleichtern und ihnen einen guten Start in die Schulzeit zu ermöglichen.


19.06.2026

Berlin

Pressemeldung

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie


  • © Adobe Stock

    Das Projekt Projekt „Übergänge gemeinsam gestalten“ mit dem Ziel, Kindern den Wechsel von der Kita in die Grundschule zu erleichtern, ist letzte Woche in Berlin gestartet.

Berliner Bildungsprogramm Verankerte Kompetenzen umfassen verschiedene Bereiche, die für den Start in die Schule wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel sprachliche, mathematische sowie soziale und emotionale Kompetenzen, aber auch motorische und lebenspraktische Kompetenzen. Pädagogische Fachkräfte ermitteln mit ihrer Hilfe, über welche Fähigkeiten die Kinder bereits verfügen. Bei Bedarf berücksichtigen sie in der pädagogischen Planung verstärkt Situationen, in denen die Kinder diese Kompetenzen vertiefen können.

Bei den lebenspraktischen Kompetenzen wird etwa beobachtet, ob sich ein Kind selbstständig anzieht, eine Handlung konzentriert wie Puzzeln oder Malen nachgehen, bei kniffligen Aufgaben andere Lösungswege ausprobieren, sich innerhalb einer Kita allein zurechtfinden oder Verkehrsregeln wie eine rote Ampel beachten kann. Bei Schwierigkeiten werden diese Kompetenzen im Alltag verstärkt gefördert.

Wenn es um die Beobachtung und Förderung motorischer Kompetenzen geht, stehen Fähigkeiten wie Balancieren, Springen, Schaukeln oder der Umgang mit Bällen, aber auch das Zeichnen mit einem Stift im Mittelpunkt des Interesses.

Ob eine Art korrekte Hauptsätze bilden, Silben und Anlaute deutlich zum Ausdruck bringen, Fragen sinnhaft beantworten oder Buchstaben aus dem eigenen Namen wiedererkennen können, gehört zu den sprachlichen Kompetenzen, die zum Übergang in die Grundschule beobachtet werden.

Zu den sozialen Kompetenzen gehören die Fähigkeit, Freundschaften zu pflegen, verbale Konflikte zu lösen, die Meinungen anderer Kinder oder Erwachsenen zu tolerieren sowie die bewusste Einhaltung vereinbarter Regeln.

Emotionale Kompetenzen lassen sich beobachten, wenn eine Art Freude, Lust, Ärger, Enttäuschungen ausdrücken, seine eigenen Gefühle benennen und die anderen berücksichtigen können.

Beim Erkennen von Unterschieden und Übereinstimmungen (zB in Wimmelbüchern), dem flexiblen Umgang mit Mengen oder Altersangaben und dem Erfassen einer Menge von bis zu sechs Elementen handelt es sich um mathematische Kompetenzen.

Das Projekt „Übergänge gemeinsam gestalten“ begleitet die Einführung von BeoKiz und den KÜGs. Zum Auftakt kamen 75 Tandems aus Kitas und Grundschulen zusammen. Insgesamt verfügen 150 Fach- und Leitungskräfte aus beiden Bildungsbereichen. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschulen zu stärken und Kindern einen erfolgreichen Übergang in die Schule zu ermöglichen.

Das Projekt wird vom KiTeAro-Institut im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie umgesetzt. Ziel ist es, Kitas und Grundschulen noch besser miteinander zu vernetzen, damit Kinder beim Wechsel in die Schule bestmöglich unterstützt werden.



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