
Mit dem Beginn der Sommerferien endete für Bayerns Schulen ein Schuljahr, das erneut von außergewöhnlichen Herausforderungen geprägt war. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) sieht die Schulen an einem kritischen Punkt angekommen.
29.07.2026
Bayern
Pressemeldung
Bayerischer Philologenverband (bpv)
„Schulen sind der Ort, an dem sich die gesellschaftlichen Entwicklungen unmittelbar zeigen“, erklärt abl-Präsident Michael Schwägerl und fährt fort: „Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, steigende psychische Belastungen, ein spürbarer Anstieg von Gewaltvorfällen sowie immer komplexere pädagogische Anforderungen verlangen den Lehrkräften und dem gesamten schulischen Personal täglich Höchstleistungen ab.“ Die Bayerischen Lehrerverbände danken deshalb zum Schuljahresende allen Lehrkräften, Schulleitungen sowie dem gesamten schulischen Personal für ihren außergewöhnlichen Einsatz.
Stärkung der Krisenresilienz
Gleichzeitig fordern sie von der Politik, die Weichen für das kommende Schuljahr richtig zu stellen: „Fast jede Familie ist direkt oder indirekt auf funktionierende Schulen angewiesen, denn Schulen sind längst weit mehr als Lernorte.
Sorge angesichts des Stellenmoratoriums an den Schulen
Mit großer Sorge blicken die Lehrerverbände deshalb auf das angekündigte Stellenmoratorium im kommenden Schuljahr. „Wer Schulen widerstandsfähiger machen will, darf ihnen nicht gleichzeitig Personal entziehen oder notwendige Verstärkungen ausbremsen.
Bildung als unverzichtbarer Pfeiler der Demokratie
Die Vorsitzenden der abl-Mitgliedsverbände, Michael Schwägerl (bpv), Ulrich Babl (brlv), Pankraz Männlein (VLB) und Martin Goppel insgesamt (KEG), werden deshalb nicht müde zu betonen, dass Investitionen in Bildung immer Investitionen in die Zukunft der Gesellschaft sind. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen braucht es starke Schulen mit ausreichend persönlichen, multiprofessionellen Teams sowie genügend Zeit für Prävention, Beziehungsarbeit und individuelle Förderung.
