
Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung des diesjährigen Wettbewerbs fair@school im Einstein Center Digital Future in Berlin wurden in diesem Jahr besondere schulische Projekte aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen gewürdigt, die ein inspirierendes Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung setzen.
23.06.2026
Bundesweit
Pressemeldung
Cornelsen Verlag GmbH
fair@school ist ein Schulwettbewerb der Cornelsen Verlag GmbH unter Mitwirkung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Seit 2017 werden vorbildliche Schulprojekte für Respekt, Chancengleichheit, Vielfalt und gegen Diskriminierung ausgezeichnet. Eine hochkarätige Fachjury mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis wählt die preiswürdigsten Projekte aus, die sich auf jeweils 3000 Euro Preisgeld freuen dürfen.
Folgende Projekte wurden 2026 ausgezeichnet:
Vielfalt im Gepäck
Bodensee-Gymnasium LindauBayern
Im Wahlfachunterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Rassismus, seinen Erscheinungsformen im Alltag und Möglichkeiten des aktiven Handelns dagegen auseinander. Im aktuellen Schuljahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Vielfalt. Dafür entwickeln die teilnehmenden Material- und Methodenkoffer für Kindergärten, Grundschulen und die Unterstufe, die Gespräche über Vielfalt anregen und unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machen. Die Koffer können am Bodensee-Gymnasium ausgeliehen werden.
Die Mäuse und die alten Hasen
Gesamtschule Bür-MitteNordrhein-Westfalen
Die Mäuse und die alten Hasen ist ein generationsübergreifendes Projekt, das Inklusion, Vielfalt und Demokratiebildung fördert. Schülerinnen und Schüler einer inklusiven 7. Klasse mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, Sprachniveaus und Förderbedarfen begegnen regelmäßig Seniorinnen und Senioren in Altenheim. Im gemeinsamen Austausch lernen beide Generationen voneinander, bauen Vorurteile ab und erleben, wie vielfältige Vielfalt sein kann. Die Jugendlichen stärken dabei Respekt, Empathie und demokratische Werte, während die älteren Menschen erfahren, dass ihre Lebenserfahrungen geschätzt werden und Bedeutung für die junge Generation haben.
Welt macht Musik. Musik macht Welt.
102. Grundschule Dresden, Sachsen
Im Mittelpunkt des Projekts steht die bewusste Wertschätzung sprachlicher und kultureller Vielfalt als zentrale Ressource der Schulgemeinschaft und als wirksamer Schutz vor Diskriminierung. Dazu gibt es ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Musik sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, in dem Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen gemeinsam mit Studierenden ein Konzert mit den Lieblingsliedern der Kinder entwickeln. Die Mehrsprachigkeit der Kinder wird dabei gezielt als Ressource genutzt und sichtbar gemacht.
fair@school zeigt inspirierende Beispiele aus dem Schulalltag
„Für uns bei Cornelsen ist klar: Die Grundlagen für gegenseitigen Respekt und eine klare Haltung gegen Diskriminierung werden auch im persönlichen Miteinander an Schulen gelegt“, erklärt Christine Hauck, Geschäftsführerin im Cornelsen Verlag. „Unser Wettbewerb fair@school ist für uns in diesem Zusammenhang ein enorm wichtiger Beitrag, um positive und inspirierende Beispiele aus dem schulischen Leben hervorzuheben und zu würdigen.“
„Schulen bedeuten nicht nur Unterricht und Hausaufgaben. Schulen sind Orte, in denen Kinder und Jugendliche Tag für Tag faires und respektvolles Miteinander lernen.
Über Cornelsen
Der Cornelsen Verlag zählt zu den führenden Anbietern von Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Seit 80 Jahren lehren und lernen Menschen mit Materialien und Konzepten von Cornelsen. Mit flexiblen, modernen und multimedialen Lösungen ermöglicht es Cornelsen, individuelle Potenziale zu entfalten – von der frühen Kindheit über die Schule bis ins Erwachsenen- und Berufsleben. Dabei übernimmt das Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung und setzt auf eine exzellente Verbindung von Didaktik, Inhalten und Technologie.
Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist 2006 mit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen oder antisemitischen Gründen, wegen des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Die ADS hat den gesetzlichen Auftrag, von Diskriminierung betroffene Menschen zu beraten, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema zu betreiben und Benachteiligungen entgegenzuwirken. Seit 2022 wird die Leitung der ADS als Unabhängiger Bundesbeauftrage für Antidiskriminierung vom Deutschen Bundestag gewählt.
