
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum heutigen Safer Internet Day angesichts des rasant wachsenden Einsatzes von KI-Inhalten im Internet eine verstärkte Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.
10.02.2026
Bundesweit
Pressemeldung
Deutsches Kinderhilfswerk e. V.
Deshalb sollte sich die Bundesregierung sowohl für den strukturellen Ausbau von Medienbildungsangeboten im Schulbetrieb engagieren als auch für eine nachhaltige und ausreichend ausgestattete Unterstützung qualitätsvoller Kinderangebote im Internet sorgen. Dadurch kann nur gewährleistet werden, dass diese weiterhin als zentrale Orte digitale Bildung und Teilhabe fungieren, um Kinder im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu begleiten und ihnen selbstbestimmte Lernerfahrungen zu ermöglichen.
Zum heutigen Safer Internet Day, der unter dem Motto „KI and me – In künstlicher Beziehung“ steht, bietet das Deutsche Kinderhilfswerk auf seiner Seite Kinderseite eine Kurzvideo-Reihe mit der Fernsehmoderatorin Clarissa Corrêa da Silva an. Die Moderation beantwortete dabei in sechs Kurzclips Kinderfragen zum Thema KI, die im Vorfeld auf kindersache.de gesammelt wurden. So haben Kinder beispielsweise gefragt, warum Chatbots manchmal falsche Informationen geben, und ob Künstliche Intelligenz Vorurteile haben kann oder wirklich die Welt erobern will.
„Insbesondere bei der rasanten Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz müssen die Perspektiven und Rechte von Kindern gemäß UN-Kinderrechtskonvention immer und überall beachtet werden „auch die UN-Kinderrechtskonvention, nach der Kinder sowohl das Recht auf Beteiligung haben als auch der Zugang zu Medien ermöglicht und sichergestellt werden müssen, damit die Kinderrechte im digitalen Raum zu ihrer vollen Entfaltung kommen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Aktuell sind viele Kinder und Jugendliche mit sogenannten Deepfakes konfrontiert. Deepfakes sind mit KI erstellte Bild- und Videobearbeitungen, in denen die Gesichter oder Körper realer Personen in fremde Kontexte eingefügt werden. Die Tools für die Erstellung solcher Bilder und Videos erfreuen sich hoher Beliebtheit in den App-Stores und die erstellten Bilder und Videos verbreiten sich auch auf Schulhöfen rasant schnell „regulierte Form digitaler Gewalt dar“, sagt Holger Hofmann.
„KI ist aber nicht nur Risiko, sondern kann auch neue Lern- und Kreativchancen eröffnen. Wenn Kinder KI altersgerecht erleben, stärkt das ihre Neugier, ihr Selbstbewusstsein und ihr Urteilsvermögen. Deshalb brauchen wir auch gute Kinderseiten-Internetseiten, die genau dafür den Raum bieten: altersgerecht, verständlich, geschützt und ohne Manipulation. Der heutige Safer Internet Day ist in diesem Sinne eine gute Gelegenheit, für mehr Online-Sicherheit und Medienkompetenz zu werben“, so Hofmann abschließend.
