
Die Bildungsministerkonferenz (BMK) hat im Rahmen ihrer 8. Sitzung eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich verabschiedet. Darin verständigen sich die Länder auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen, um Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte in ihrer Medienkompetenz zu stärken.
12.06.2026
Bundesweit
Pressemeldung
Sekretariat der Kultusministerkonferenz
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung digitaler Resilienz, der Schutz vor negativen Auswirkungen übermäßiger Social-Media-Nutzung sowie die enge Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und anderen gesellschaftlichen Akteuren.
Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Kultusministerin: „Mit der gemeinsamen Erklärung setzen die Länder ein klares Signal für verantwortungsvolle digitale Bildung. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie besser vor negativen Auswirkungen zu schützen. Denn Medienkompetenz ist heute so viel mehr als Technikkompetenz. Sie ist auch eine wichtige Grundlage für das Funktionieren einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Dafür braucht es Orientierung, Prävention und das gemeinsame Zusammenwirken von.“ Schule, Elternhaus und Gesellschaft.“
Christine Streichert-Clivot, A-Länderkoordinatorin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes: „Für viele Kinder und Jugendliche beginnt und endet der Tag mit dem Blick aufs Smartphone. Social Media kann verbinden, informieren und inspirieren, aber auch verunsichern, unter Druck setzen oder manipulieren. Deshalb müssen junge Menschen lernen, kritisch hinzuschauen, Informationen einzuordnen und selbstbewusst mit digitalen Medien umzugehen.“ mit digitalen Medien zu stärken. Medienkompetenz ist heute eine zentrale Voraussetzung dafür, sich eine eigene Meinung zu bilden, gesellschaftlich teilzuhaben und Demokratie aktiv zu leben.
Dorothee Feller, B-Länderkoordinatorin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Wir sehen die Risiken von Social Media sehr genau. Deshalb dürfen wir nicht untätig bleiben.
Die Länder bekennen sich dabei zu einem gemeinsamen Dreiklang: Sensibilisieren – Stärken – Schützen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern sollen noch gezielter über Chancen und Risiken der Social-Media-Nutzung aufgeklärt und im Umgang unterstützt werden. Dafür soll der Erwerb von Medienkompetenz systematisch geschärft werden – etwa beim Umgang mit Fake News, Cybermobbing, Datenschutz, Deepfakes oder digitalem Manipulationsdruck. Die Erklärung betont dabei die besondere Bedeutung von Prävention, digitaler Resilienz sowie von klaren Schutz- und Unterstützungsstrukturen für Kinder und Jugendliche. Schulen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie unterstützen dabei junge Menschen, digitale Medien, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen und stärken gleichzeitig die Werte- und Demokratiebildung auch im digitalen Raum.
Hintergrund
Die Erklärung ist Teil eines breiteren gesellschaftlichen und politischen Prozesses zum Umgang mit Social Media bei Kindern und Jugendlichen. Hintergrund sind unter anderem aktuelle Studien zu den Auswirkungen intensiver Social-Media-Nutzung auf psychische Gesundheit, sozialen Druck und die demokratische Diskurskultur.
Mit der Erklärung knüpft die Bildungsministerkonferenz an ihre bisherigen Strategien zur digitalen Bildung an und setzt einen stärkeren Fokus auf Prävention, Medienkompetenz und den Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Die vollständige Erklärung der Bildungsministerkonferenz zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich wird im Anschluss veröffentlicht.
