
Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris hat das Ergebnis der Schulorganisation der ersten Klassen und Vorschulen für das kommende Schuljahr 2026/27 bekanntgegeben. Demnach werden 16.831 neue Erstklässlerinnen und Erstklässler (Vorjahr 16.867) nach den Sommerferien an den Hamburger staatlichen Grundschulen eingeschult.
31.03.2026
Hamburg
Pressemeldung
Pressestelle des Hamburger Senats
10.537 weitere Kinder werden in die Vorschulklassen (VSK) aufgenommen. Bekeris hat jetzt die Aufnahmebescheide für insgesamt 27.386 Erstklässler und Vorschulkinder freigegeben. Ab heute versenden die Schulen die Briefe mit Aufnahmebescheiden an die Sorgeberechtigten der Kinder, die im Schuljahr 2026/27 in die ersten Klassen und Vorschulklassen der Stadt eingeschult werden.
Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Auch im nächsten Schuljahr werden Hamburgs staatliche Grundschulen eine stabil hohe Schüler:innenzahl haben. Ich bin Hamburgs Grundschulleitungen sehr dankbar, dass wir fast allen der Erstklässlerinnen und Erstklässler den Besuch an einer ihrer Wunschschulen ermöglichen können. Das war nur möglich, weil viele Grundschulleitungen solidarisch behandelt und in ihren Schulen Platz geschaffen haben. Gleichzeitig freue ich mich, dass das von der Schulbehörde aufgelegte.“ Schulausbauprogramm greift.“
Das Ergebnis der diesjährigen Schulorganisation zeigt: Das rasante Wachstum der Anzahl an Schülerinnen und Schülern flacht in den Grundschulen weiter langsam ab. Zum nächsten Schuljahr bleibt die Anmeldezahl im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert hoch. Nur 36 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahr (- 0,2 Prozent) werden in die ersten Klassen eingeschult. Das heißt auch, dass es weiterhin regionale Spitzen an Schülerinnen und Schüler geben wird. Das stellt die Bildungsbehörde und die Schulleitungen in der Zusammenschau mit der in Hamburg geltenden freien Schulwahl auch in diesem Jahr wieder auf die Probe. Dennoch ist es Schulorganisation und Schulaufsicht gemeinsam mit den Schulleitungen gelungen, dass 16.604 Schülerinnen und Schüler an einer Schule ihre Wünsche in das Schulleben starten können. Möglich wurde das unter anderem durch das massive Schulausbauprogramm der letzten Jahre und die Nutzung von Raumreserven an den Schulen.
An den 198 staatlichen Grundschulen und 16 Grundschulabteilungen der Stadtteilschulen werden insgesamt 785 erste Klassen eingerichtet.
Hamburg bietet Eltern und Kindern zahlreiche Schulen innerhalb kurzer Entfernungen zur freien Auswahl. Die Eltern und Kinder machen von diesem Wahlrecht einen lebhaften Gebrauch, so dass sich an vielen Schulen immer wieder unvorhersehbare Veränderungen der Anmeldezahlen ergeben. Mit zum Teil Bewegungen mehr als einer Klassenstärke sind keine Seltenheit an einer Schule. Deshalb ist es in jedem Jahr eine große Herausforderung, möglichst viele Schulwünsche zu erfüllen, gleichzeitig aber das Raumangebot der Schulen gut auszunutzen, Schulen vor Überfüllung oder Leerstand zu bewahren und die gesetzlich garantierten kleinen Klassen einzuhalten.
Grundsätzlich können sich Eltern die Schulen ihrer Kinder ohne Rücksicht auf die Entfernung vom Wohnort wünschen. Hat die gewünschte Schule ausreichend Platz, wird das Kind aufgenommen. Erst wenn die Kapazitäten der gewünschten Schule erschöpft sind, weil sie zum Beispiel nicht genügend Räume hat, um alle Kinder aufzunehmen, wird eine Entscheidung gemäß den gesetzlichen Vorschriften getroffen. Neben der gemeinsamen Beschulung von Geschwisterkindern ist ein Kriterium zum Beispiel die Länge des Schulweges: Wer näher an der Schule wohnt, bekommt den Schulplatz. Wer keinen Schulplatz an seine Erstwunschschule bekommt, bekommt in der Regel einen Platz an seine „Zweitwunschschule“ oder an seine „Drittwunschschule“. Deshalb sollten alle Eltern drei Schulwünsche angeben.
Grundschulen
Die meisten Einschulungen verzeichnen die Grundschule Marienthal mit 140 Aufnahmen, die Schule an der Gartenstadt (Wandsbek) mit 139 Aufnahmen sowie die Carl-Cohn-Schule (Winterhude), die Grundschule Neugraben (Neugraben-Fischbek) und die Grundschule am Kiefernberg (Heimfeld) mit jeweils 138 Erstklässlerinnen und Erstklässlern. Knapp dahinter liegen die Ganztagsgrundschule Sternschanze und die Schule In der Alten Forst (Eißendorf) mit 134 Aufnahmen.
37 Grundschulen beginnen mit 100 oder mehr Schülerinnen und Schülern im kommenden ersten Schuljahr. Besonders geringe Zulaufzahlen sind wie üblich bei Schulen, in ländlichen Regionen der Hansestadt, wie der Schule Cranz (17 Schülerinnen und Schüler) zu verzeichnen. Für die wohnortnahe regionale Versorgung sind auch sehr kleine Schulen im Landgebiet sehr wichtig und haben Bestandsschutz.
Vorschulklassen
Hamburg ist das einzige Bundesland, das Vorschulklassen an den Grundschulen anbietet (seit 1970). Dieses Angebot erfreut sich nicht nur großer Beliebtheit bei den Eltern, sondern hat auch einen besonderen Stellenwert in der frühkindlichen Bildung. Daher hat Hamburg 2020 den vielbeachteten Bildungsplan Vorschule „Kleine Kinder – große Chancen“ vorgelegt. Vorschulklassen versorgen seit Jahren stets mehr als 10.000 Kinder in ihrem letzten vorschulischen Jahr. Darüber hinaus haben die allermeisten Hamburger Kitas im „Brückenjahr“ besondere Förderangebote zur Vorbereitung auf die Grundschule.
Zum nächsten Schuljahr werden an den Grundschulen insgesamt 511 Vorschulklassen für 10.537 Kinder eingerichtet. Die Anmeldezahlen waren leicht gestiegen, von 11.107 Kindern im Vorjahr um 82 auf jetzt 11.189 Kinder. Da es für die Vorschule keine Schulpflicht gibt, lassen sich Sorgeberechtigte an besonders beliebte Schulen lieber auf eine Warteliste setzen, als auf eine Nachbarschule auszuweichen. Die Kinder bleiben dann in der Kita. Zudem melden manche Sorgeberechtigte, anders als in der Ersten Klasse, ihr Kind in der Vorschule nur vorbeugend an und entscheiden sich im letzten Moment dafür, das Kind doch noch ein Jahr länger in der Kindertagesstätte zu lassen. Daher ändern sich die Zahlen in Bezug auf die Vorschulklassen erfahrungsgemäß noch bis zum Schuljahresbeginn. Ein Platz in einer Vorschulklasse hat keinen Einfluss auf die Aufnahme in einer ersten Klasse an dieser Schule. Entscheidend sind Schulweglänge und ein eventueller Geschwisterkind-Status.
Das Aufnahmeverfahren und die Schulorganisation an den Schulen in privater Trägerschaft sind unabhängig vom staatlichen Schulwesen organisiert. Im aktuellen Schuljahr gibt es 28 Grundschulen in privater Trägerschaft. Diese Schulen informieren die Eltern der aufgenommenen Kinder in eigener Verantwortung.
Eine Schulliste der Aufnahmen Klasse 1 Schuljahr 2026/27 finden Sie hier.
