
Die GEW gratulierte dem Wahlsieger Cem Özdemir (Grüne) zum Wahlerfolg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Sie erwartet von der Landesregierung bis 2031 eine mutige Bildungspolitik, die auch heißes Eisen anpackt und die Kinder und Jugendlichen zwischen Main und Bodensee fit macht für die neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
10.03.2026
Baden-Württemberg
Pressemeldung
GEW Baden-Württemberg
Die GEW hat am Wahltag mit 51.211 Mitgliedern einen neuen Höchststand in ihrer 70jährigen Geschichte erreicht. Die größte bildungspolitische Interessenvertretung im Land bietet der neuen Landesregierung ihre konstruktive Zusammenarbeit an.
„Wir haben im Wahlkampf genau zugehört und gleichzeitig gerechnet. Wenn Grüne und CDU eine Regierung bilden und nur das Minimum ihrer bildungspolitischen Versprechen umsetzen wollen, brauchen die 4.500 Schulen jährlich mindestens 1.500 zusätzliche Stellen. Es muss ein Ende haben, dass an unseren Kitas und Schulen Jahr für Jahr jongliert wird, damit Betreuung möglich sowie Unterricht stattfinden kann. Wir hoffen auf mehr Mut als in der vergangenen Wahlperiode „Stehen, packen wir gerne gemeinsam mit der neuen Landesspitze an. Als gelernter Erzieher weiß Cem Özdemir, was pädagogische Profis für gute Arbeit brauchen“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag (09.03.) in Freiburg.
Die GEW dankt auch ihrem langjährigen Mitglied Winfried Kretschmann (Grüne): „Dass Lehrkräfte immer wieder an die Grenze ihrer Belastbarkeit gehen müssen, hat er immer wieder benannt“, so Stein.
Am 30. Juli, dem ersten Tag der Sommerferien 2026, wird der GEW-Chefin mit Cem Özdemir und Landtagsabgeordneten Sekt trinken. „Die Parteien haben alle versprochen, dass Baden-Württemberg nicht mehr bundesweiter Spitzenreiter bei der Sommerferienarbeitslosigkeit der Referendar*innen sein wird und diese nach ihrer 1,5-jährigen Ausbildung in den Ferien bezahlen wird. Auf die schnelle Umsetzung dieses Versprechens freuen wir uns und das wollen wir feiern“, sagte Stein.
Die GEW setzt sich für Bildungsreformen nach der Landtagswahl am 8. März ein. Für die Kitas und Schulen sind mit 1 bis 1,5 Milliarden Euro jährlich zusätzliche Investitionen zu rechnen. Das gehe nur, wenn die Schuldenbremse weiter aufgehoben und in zusätzliche Stellen für Lehrkräfte, mehr Personal für pädagogische Profis in allen Bildungseinrichtungen, neue Studienplätze und eine Entlastung des Leitungs-Teams in Kitas und Schulen investiert werde.
Schüler*innenzahlen steigen:
140.000 Lehrkräfte begleiten die 1,5 Millionen Schüler*innen in Baden-Württemberg auf dem Weg ins Leben. Die Schüler*innenzahlen sollen nach den Berechnungen des Statistischen Landesamtes bis 2035/36 auf 1.624 Millionen ansteigen.
