
Am 14. März 2026 findet der Internationale Tag der Mathematik statt. Er soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Mathematik in Bildung und Erziehung stärken. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nutzt den Anlass, um einen Blick auf die Zahl der Schüler:innen und Studierenden zu werfen, die sich in besonderem Maße für Mathematik interessieren.
13.03.2026
Baden-Württemberg
Pressemeldung
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Der Blick in die amtliche Schulstatistik zeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen bereits in der Oberstufe ein hohes Interesse für Mathematik zeigen. Im Schuljahr 2024/25 nahmen insgesamt 26.306 Schülerinnen und Schüler am Leistungsfach Mathematik teil. Das waren 43 % aller Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an allgemeinbildenden Schulen.
Auffällig ist, dass der Leistungskurs Mathematik an allgemeinbildenden Gymnasien beliebter ist als an Gemeinschaftsschulen. Im Schuljahr 2024/25 besuchten 43 % der Schülerinnen und Schüler der Oberstufen an allgemeinbildenden Gymnasien den Leistungskurs Mathematik, während es in der Sekundarstufe II der Gemeinschaftsschulen nur 34 % waren.
Im Vergleich zu früheren Jahren ist ein Nachteil bei der Teilnahme am Leistungskurs Mathematik zu beobachten. So ist die Teilnahme an den allgemeinbildenden Gymnasien seit dem Schuljahr 2020/21 um etwa 10 Prozentpunkte zurückgegangen.
Hoher Frauenanteil im Mathematik-Studium auf Lehramt
An den Hochschulen des Landes waren im Wintersemester 2024/25 gut 8.100 Studierende im Fach Mathematik eingeschrieben. Dies entsprach gut 2 % aller Studierenden. Etwa zwei Drittel (64 %) der Mathematik-Studierenden studierten auf Lehramt. Wiederum 74 % davon waren weiblich. In den übrigen Mathematik-Studiengängen überwog hingegen der Männeranteil mit 66 %.
Innerhalb der letzten 10 Jahre veränderte sich die Zahl der Mathematik-Studierenden mit einem Plus von 0,8 % gegenüber dem Wintersemester 2015/16 nur geringfügig. Ein genauerer Blick auf die Zahlen aber verrät, dass vor allem das Lehramtsstudium regen Zulauf erhielt (+19 %). Dies lag vor allem an der zunehmenden Zahl von Lehramtsstudentinnen im Fach Mathematik (+26 %). Die Zahl der Lehramtsstudenten nahm nur um gut 2 % zu. In den übrigen Mathematik-Studiengängen gingen die Studierendenzahlen stark zurück (−21 %) – und zwar sowohl bei Frauen (−25 %) als auch bei Männern (−19 %).
Neben dem Fach Mathematik gehören auch noch die Fächer Technomathematik (186 Studierende) und Wirtschaftsmathematik (788 Studierende) zum Studienbereich Mathematik. Der Frauenanteil im Fach Technomathematik lag im Wintersemester 2024/25 bei 27 % und in der Wirtschaftsmathematik bei 33 %.
Weitere Informationen
Leistungs- und Basiskurse werden in der amtlichen Schulstatistik erst seit dem Schuljahr 2020/21 flächendenkend differenziert erhoben.
