
Das Saarland stärkt Gewaltprävention und Unterstützungsangebote an Schulen weiter. Mit Schulsozialarbeit, Schutzkonzepten, Schulpsychologie und klaren und transparenten Meldewegen sollen Schulen sichere Orte für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und alle Beschäftigten bleiben.
21.05.2026
Saarland
Pressemeldung
Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Kein Kind soll mit Angst in die Schule gehen. Keine Lehrkraft soll morgens das Klassenzimmer betreten und sich fragen müssen, ob sie heute beleidigt, bedroht oder angegriffen wird.
Gewaltprävention beginnt nicht erst dann, wenn bereits etwas passiert ist. Sie beginnt früher: bei Vertrauen, bei Respekt, bei stabilen Beziehungen und bei Menschen, die hinschauen, bevor Konflikte eskalieren. Genau deshalb stärken wir Schulsozialarbeit, Schutzkonzepte, Schulpsychologie und Präventionsangebote an unseren Schulen. Denn sichere Schulen entstehen nicht durch Wegschauen, sondern durch Haltung, Aufmerksamkeit und Menschen, die Verantwortung übernehmen.“
Gewaltprävention ist kein isoliertes Einzelprojekt, sondern Teil eines umfassenden schulischen Schutz- und Präventionsverständnisses. Das Saarland hat Gewaltprävention in den vergangenen Jahren konsequent aufgebaut. Dazu gehören multiprofessionelle Teams, verbindliche Schutzkonzepte, Schulpsychologie, klare und transparente Meldewege sowie eine enge Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Polizei.
Zusätzlich bietet der Bildungscampus im laufenden Schuljahr 33 Fortbildungs- und Unterstützungsveranstaltungen zu Gewaltprävention, Elternkommunikation, Intervention und Konfliktmanagement an. 29 Veranstaltungen haben bereits stattgefunden, mit insgesamt 724 Teilnehmern.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schulsozialarbeit. Landesweit begleiten derzeit 227 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter Kinder und Jugendliche im Schulalltag. 29 zusätzliche Stellen aus dem Zusatzprogramm Schulsozialarbeit wurden dauerhaft gesichert. Das Ministerium für Bildung und Kultur und die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe stellen für die nächsten beiden Schuljahre insgesamt mehr als 3,1 Millionen Euro für zusätzliche Angebote der Schulsozialarbeit bereit. Auch die Landes- und kommunalen Mittel in den regulären Kooperationsverträgen steigen im neuen Doppelhaushalt weiter auf insgesamt rund 12 Millionen Euro für die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 an.
Zudem wird die Präventionsarbeit an den Schulen selbst gezielt gestärkt. Viele Schulen im Saarland setzen Schutzkonzepte bereits aktiv im Schulalltag um. Themen wie Respekt, Demokratiebildung, soziale Kompetenzen, der Umgang mit digitalen Konflikten sowie ein wertschätzendes Schulklima stehen dabei im Mittelpunkt. Alle 55 Startchancen-Schulen im Saarland haben Maßnahmen zur Gewaltprävention und zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen verbindlich in ihren Chancenvereinbarungen verankert.
„Gewalt darf an Schulen niemals Normalität werden – nicht für Schülerinnen und Schüler, nicht für Lehrkräfte und nicht für die Menschen, die jeden Tag Verantwortung für junge Menschen übernehmen. Dafür arbeiten wir jeden Tag mit klarer Haltung, stärkerer Prävention und verlässlicher Unterstützung für unsere Schulen“, so die Ministerin abschließend.
Hier erhalten Schulen gebündelte Informationen zu Unterstützungsangeboten, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sowie konkreten Interventionsmöglichkeiten: www.saarland.de/praevention
