
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind wesentliche Schlüssel, um unsere Welt zu verstehen. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft eV (VSW) wollen die MINT-Bildung in Sachsens Schulen deshalb noch stärker fördern.
16.04.2026
Sachsen
Pressemeldung
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Kultusminister Conrad Clemens und Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner haben heute (16. April) in Löbau eine gemeinsame Rahmenvereinbarung vereinbart.
Kultusminister Conrad Clemens: „Begeisterung für MINT entsteht nicht durch das Auswendiglernen von Formeln, sondern wenn ein Kind zum ersten Mal einen Roboter programmiert oder versteht, wie Sonnenstrahlen Strom erzeugen.
Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner: „Unser Wohlstand beruht auf der Arbeit in den Betrieben. Neben Einsatz braucht es Wissen und Können, um Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität zu schaffen. Eine Schlüsselrolle spielen die MINT-Fächer Betriebe die Fachkräfte von morgen gewinnen können. Dafür braucht es mehr Praxisbezug sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben.
Der MINT-Bereich hat im sächsischen Schulsystem eine herausragende Bedeutung. In allen Schularten beträgt der Anteil dieser Fächer am Gesamtunterricht über 30 Prozent. Das erfolgreiche Absolvieren einer schriftlichen Abschlussprüfung ist notwendige Voraussetzung für den Erwerb des Realschulabschlusses und bundesweit ein sächsisches Alleinstellungsmerkmal.
Ziel der Vereinbarung zwischen SMK und VSW ist es, Schulen und Unternehmen besser miteinander zu vernetzen. Die Kooperation soll die Durchführung von gemeinsamen Projekten stärken und Schulen so in ihrer Bildungsarbeit unterstützen. So sollen Schülerinnen und Schüler praxisbezogene MINT-Angebote in Form von direkten Erfahrungen und »Aha«-Erlebnissen in ihrem Lebensumfeld wahrnehmen können, die über den klassischen MINT-Unterricht hinausgehen.
Zwischen SMK und VSW besteht bereits seit 1993 eine Zusammenarbeit im Rahmen der SCHULEWIRTSCHAFT Sachsen. Durch die Rahmenvereinbarung werden nun moderne Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Umweltbewusstsein bei der MINT-Bildung stärker in den Fokus gerückt. „MINT-machen“-Angebote sollen alters- und auch zielgruppenspezifisch konzipiert werden und bspw. auch Mädchen in besonderer Weise adressieren. Um Berührungsängste zu verkleinern, werden ihnen wirtschaftsseitige Vorbilder und Ansprechpartnerinnen zur Seite gestellt. Finanzielle Unterstützung erfährt das Vorhaben durch die Beisheim Stiftung sowie durch die Johann-Andreas-Schubert Stiftung.
Hintergrund
Mit dem MINT-Hub Sachsen ziehen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einen Strang. Die Bildungsprojekte City4Future und IT2School laden Schülerinnen und Schüler zum Experimentieren und Forschen ein. Das Besondere: Externe Lernbegleitungen setzen die Projekte im Ganztagsangebot der Schule um. Unternehmen aus Sachsen stellen den Bezug zur Arbeitswelt her und tragen so zur Berufsorientierung bei. Gemeinsam ermöglichen die Partner weiterführender Schulen die Umsetzung der Bildungsprojekte und eine Kooperation mit einem regionalen Unternehmen. Für Bildungseinrichtungen sind die Projekte kostenlos.
Allgemeine Informationen sowie Info-Termine für Unternehmen, Schulen und Lernbegleitungen finden Sie unter:
